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Vergangene Tagungen

Beat Brogle, onewordmovie, 2003, Screenshot, Sammlung HeK, Foto: Beat Brogle

Beat Brogle, onewordmovie, 2003, Screenshot, Sammlung HeK, Foto: Beat Brogle

08. November 2018

Medial. Digital. Real. Medienkunst konservieren – aber wie?

Herbsttagung im Haus der Elektronischen Künste (HEK), Basel

Donnerstag, 8. November 2018, 13-18 Uhr

Medienkunstwerke erfordern – anders als traditionelle Kunstwerke – eine aufwändige Betreuung und Wartung. Ohne ständige Aktualisierung der Datenträger sind sie schnell veraltet. Ihre Lebensdauer ist oft „näher bei der eines Hamsters als der eines Menschen“, so eine Äusserung des Science-Fiction Schriftstellers Bruce Sterling über Medienkunst.

Wie gehen wir als Kuratorinnen und Kuratoren institutioneller Sammlungen mit dieser Problematik um? Was können wir bereits beim Ankauf zeitbasierter Werke beachten? Dürfen wir überhaupt noch Medienkunst ankaufen? Und wie könnte ein nachhaltiges Sammlungsmanagement im Bereich Medienkunst aussehen?

Wir freuen uns, dass wir unsere Herbsttagung 2018 im HeK – dem Kompetenzzentrum für Medienkunst in der Schweiz – durchführen dürfen. Mit Sabine Himmelsbach, Claudia Röck, Agathe Jarczyk und Kamilla Ødegård konnten wir vier renommierte Expertinnen gewinnen, die über die komplexe Terminologie, den Ankauf und die Konservierung von Medienkunst referieren und für unsere Fragen zur Verfügung stehen. Anhand konkreter Beispiele aus der Sammlung des HeK und der Sammlung Kunst und Bau der Stadt Zürich können wir das Thema vor Ort diskutieren und vertiefen.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme, auch Nicht-Mitglieder sind willkommen!

Anmeldung bitte bis 1. November 2018 an ruth.littman_at_kik-cci.ch

KIK//CCI-Mitglieder: gratis
SammlungskuratorInnen: CHF 60
Andere Teilnehmende: CHF 240

Details
Foto: (c) SIK-ISEA (Philipp Hitz)

Foto: (c) SIK-ISEA (Philipp Hitz)

25. Mai 2018

Extra-museo. Die Kunstsammlungen in öffentlicher Hand

Symposium national
Université de Lausanne

Organisation: Institut suisse pour l'étude de l'art (SIK-ISEA) / Université de Lausanne (UNIL) / KIK//CCI            

Avec le généreux soutien de l' Académie suisse des sciences humaines et sociales (ASSH) / Ville de Lausanne / Helvetia Assurances    
 
Neben den öffentlich zugänglichen Museumssammlungen und den grossteils unbekannten Privatsammlungen existieren umfangreiche Sammlungen, die sich in Institutionen befinden, die nicht primär für die Kunst bestimmt sind. Gerade die Werke in öffentlicher Hand sind trotz ihrer Zugehörigkeit zu einem sehr umfangreichen Eigentümerkreis oft nur einer kleinen Anzahl von Personen zugänglich. Solche Sammlungen sind meist auch nur rudimentär bearbeitet, und wurden mit wenigen Ausnahmen keiner wissenschaftlichen Aufarbeitung unterzogen. Dies, obwohl die meist regelmässig, im Zusammenhang mit der Künstlerförderung gewachsenen Sammlungen oft mehrere bedeutende Werke umfassen und wichtige rezeptionsgeschichtliche Aspekte aufzuzeigen vermögen. Als wichtige Bestandteile der Schweizer Kunstsammlungen und mit ihrer prominenten Rolle für den Schweizer Kunstmarkt prägen sie die Schweizer Kunstgeschichte entscheidend mit.    

Dieses erste Symposium seiner Art setzt sich zum Ziel, mit einem Studientag, mit Begegnungen, Vorträgen und Diskussionen in französischer und deutscher Sprache die Schweizer Protagonisten der institutionellen Kunstsammlungen in öffentlicher Hand zu vereinen. Es wird von der Antenne romande des Schweizerischen Instituts für Kunstwissenschaft (SIK-ISEA) und der Section d’histoire de l’art der Faculté des lettres der Université de Lausanne (UNIL) mit Unterstützung des Vereins der KuratorInnen von institutionellen Kunstsammlungen der Schweiz (KIK//CCI) und der Ville de Lausanne organisiert.    

Das Symposium lenkt die Aufmerksamkeit auf diese Sammlungen, um eine Diskussion zwischen den Sammlungszuständigen selbst, den kulturpolitischen Akteuren und nicht zuletzt den Vertretern von Wissenschaft und Forschung in Gang zu bringen sowie ein neues Licht auf diesen Sammlungstyp und auf seine Mechanismen zu werfen: auf ihre Praxis, ihre Geschichte und ihre Projekte.

Website Extra Museo

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John M Armleder, Liberty Dome CP, XI – Liberty Dome LD, XII, 2006

John M Armleder, Liberty Dome CP, XI – Liberty Dome LD, XII, 2006

24. Mai 2018

KIK//CCI meets IACCCA Gemeinsamkeiten und Unterschiede

MAMCO (Musée d'art moderne et contemporain). Anschliessend: Banque Pictet, Genf
Frühjahrstagung und 6. Mitgliederversammlung

EINLADUNG

KIK//CCI vertritt in der Schweiz mehrere Firmenkunstsammlungen und zahlreiche Sammlungen der öffentlichen Hand. Der internationale Verein IACCCA (International Association of Corporate Collections of Contemporary Art) vertritt ausschliesslich Firmenkunstsammlungen. In einem Gespräch erörtern Loa Haagen Pictet, Präsidentin von IACCCA und Andreas Karcher, Vorstandsmitglied von KIK//CCI Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Schwestervereinigungen. 

Dieser Fokus prägt auch die Gegenüberstellung von zwei Sammlungspräsentationen. Zum Auftakt gewährt uns Diane Daval Einblick in die regional bedeutende Kunstsammlung des Kantons Genf. Zum Ausklang der Tagung führt uns die Kuratorin Loa Haagen Pictet durch die renommierte Firmenkunstsammlung der Banque Pictet. Inwiefern können KuratorInnen von öffentlichen und firmeneigenen Sammlungen Synergien schaffen und nutzen? Und welcher Wissenstransfer ist im Rahmen unserer Vereinigung möglich?

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Herstellung von Urs Fischer, Untitled (Lamp/Bear), 2005-6, Copyright: Kunstgiesserei St. Gallen AG und Sitterwerk

Herstellung von Urs Fischer, Untitled (Lamp/Bear), 2005-6, Copyright: Kunstgiesserei St. Gallen AG und Sitterwerk

16. November 2017

Schwere Brocken – vom Umgang mit zeitgenössischer Plastik

Besichtigung der Kunstgiesserei Sitterwerk St. Gallen
Mit einem Vortrag von Marc Egger zur Forschung, Konservierung und Restaurierung von zeitgenössischer Plastik

Das "KIK//CCI Fenster" erlaubt Mitgliedern, ihre Sammlung persönlich vorzustellen. Unser neues Mitglied Susanne Bieri, Leiterin der Graphischen Sammlung, Schweizerische Nationalbibliothek, stellte in Kurzform die Geschichte, Sammlungsstrategie und Zukunftsperspektiven der Sammlung vor.  

Das Hauptreferat von Marc Egger, Restaurator-Konservator FH, galt der Restaurierung moderner Plastik. Der Spezialist für moderne Materialien zeigte anhand von Fallbeispielen, mit welchen Schwierigkeiten er bei der Restaurierung von Skulpturen aus Kunststoff konfrontiert ist und welche Fragestellungen wir als KuratorInnen bereits beim Ankauf und der Platzierung von solchen Werken beachten sollten. Anschliessend wurden wir in zwei Gruppen durch die Kunstgiesserei geführt. Von der klassischen Metallgiesserei zur topmodernen 3D-Grossdruckerei erhielten wir einen Einblick in die vielfältigen Prozesse, die heutzutage der zeitgenössischen Kunstproduktion zur Verfügung stehen. Bei einem Aperitif mit feinen Köstlichkeiten aus der Sitterwerk-Kantine verweilten unsere Mitglieder zum Gedankenaustausch und Diskutieren.

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Pipilotti Rist - Aufgeweckter Rosenscheitel, 2016. Helvetia Versicherungen. Treppenhaus im Hauptsitz Steinengraben, Basel. Foto: Gerry Nitsch

Pipilotti Rist - Aufgeweckter Rosenscheitel, 2016. Helvetia Versicherungen. Treppenhaus im Hauptsitz Steinengraben, Basel. Foto: Gerry Nitsch

01. Juni 2017

Für und Wider die Kunstversicherung

Experten beantworten die Versicherungsfragen von KIK//CCI-Mitgliedern
Mit geführtem Rundgang durch den Hauptsitz der Helvetia Versicherungen
5. Mitgliederversammlung und Frühjahrstagung

Zum Auftakt hielt Dr. Astrid Bextermöller, Underwriterin und Kunstsachverständige bei Helvetia, ein Referat rund um das Thema der Kunstversicherung. Welche Gegenstände können versichert werden? Welchen Gefahren sind Kunstwerke ausgesetzt? Was ist bei stationären und bei Transportrisiken zu beachten? Anschliessend stellte Philippe Grütter, Schadenspezialist für Transport- und Kunstschäden, anhand von Beispielen aus der Praxis die hauptsächlichen Schadenursachen vor. Er erläuterte die Unterschiede zwischen einer Kunst- und einer traditionellen Versicherungsdeckung, wies auf Ausschlüsse in der Kunstversicherung hin und erklärte, wie ein Versicherungswert festgelegt wird. Schliesslich führten Nathalie Loch und Andreas Karcher die Teilnehmenden in zwei Gruppen durch die Helvetia Kunstsammlung und die Ausstellung "Hortus Botanicus" im Helvetia Art Foyer. Der Apéro Riche im Gästerestaurant auf der Terrasse des Helvetia Hauptsitzes erlaubte es, den lauen Sommerabend hoch über den Dächern Basels zu geniessen und wurde von den Mitgliedern für weitere Fragen an die Referenten und für das Networking genutzt.

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Stadtspital Triemli, Zürich, Das Bettenhaus, eröffnet März 2016

Stadtspital Triemli, Zürich, Das Bettenhaus, eröffnet März 2016

17. November 2016

Fokus Kunst und Bau

Mit Besichtigung der künstlerischen Arbeiten im neuen Bettenhaus, Stadtspital Triemli Zürich

Im Zentrum der diesjährigen Herbsttagung steht Kunst und Bau. Einleitend präsentiert Tanja Scartazzini, Leiterin der Fachstelle Kunst am Bau, Hochbauamt Kanton Zürich, den Kunst am Bau Mustervertrag von KIK//CCI.

Dr. Erwin Carigiet, Spitaldirektor und Mitglied des Kunstgremiums im Stadtspital Triemli lenkt den Blick auf das im Frühjahr 2016 fertiggestellte neue Bettenhaus. Wir erfahren mehr über die Herausforderungen und Aufgaben eines Spitals in der heutigen Zeit und seine persönlichen Erfahrungen mit Kunst im und um das Spital.
 
Welche Möglichkeiten bieten sich, wenn ein Spital während mehr als zehn Jahren erweitert und umgebaut wird? Und für die Kunst 700‘000 Franken zur Verfügung stehen? Von Beginn weg war klar, die lange Bauzeit für einen ebenso langen Kunstprozess zu nutzen. Karin Frei Bernasconi, seit 2001 Leiterin der Fachstelle Kunst und Bau, Amt für Hochbauten, Stadt Zürich und in dieser Funktion verantwortlich für die Kunst im Triemli, entwickelte das kuratorische Konzept «Kunst Station Triemli». Von 2010 bis 2016 reagierten künstlerische Interventionen auf Bau, Spital und Alltag. Ihr Referat schildert den Prozess, die Hintergründe und Hürden bei der Realisation und resümiert die Akzeptanz beim Publikum.
 
Auf den geführten Rundgängen erhalten wir einen Einblick in die ‚vor Ort‘ entstandenen Interventionen von Zilla Leutenegger, GRRRR, Marc Bauer und Renée Levi sowie weitere Arbeiten von Tobias Nussbaumer, Lena Eriksson u.a.m. Wir erörtern beispielsweise die Frage, welche Ansprüche zeitgenössische Kunst an ein Spital stellen darf oder vice versa.

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Sammlungszentrum © Schweizerisches Nationalmuseum

Sammlungszentrum © Schweizerisches Nationalmuseum

12. Mai 2016

Sammlung und Leihverkehr - Knowhow to Share

Besichtigung des Sammlungszentrums des Schweizerischen Nationalmuseums in Affoltern am Albis
4. Mitgliederversammlung und Frühjahrstagung

Sammlung und Leihverkehr sind zentrale Themen in unserem Berufsalltag. Die Besichtigung des Sammlungszentrums des Schweizerischen Nationalmuseums zeigt uns den fachgerechte Umgang mit dem einzelnen Objekt und die professionelle Organisation der Depots. Zum Thema Leihverkehr stellt Elaine Vogel Keller, Präsidentin von Swiss Registrars, das Berufsbild sowie den Verein Swiss Registrars vor. In der anschliessenden Diskussion sprechen wir über Schnittstellen zwischen unseren Tätigkeiten. Es geht uns um einen Erfahrungsaustausch aber auch darum, ein Netzwerk zu bilden, das für unseren Berufsalltag wertvoll ist. Die anschliessende Führung mit Blick hinter die Kulissen des Sammlungszentrums bietet die exklusive Möglichkeit verschiedene Aspekte der Sammlungsbetreuung praxisnah zu erleben und vor Ort zu diskutieren.

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Kräuterzentrum Ricola, Laufen

Kräuterzentrum Ricola, Laufen

31. Oktober 2015

Besichtigung der Sammlung und des Kräuterzentrums Ricola in Laufen

Mit einem Vortrag von Dr. Jacqueline Burckhardt zu ortsspezifischer Kunst auf dem Novartis Campus

Ricola hat kein eigenes Museum, sondern zeigt die Werke der Firmenkunstsammlung bewusst in den Arbeitsräumen des Unternehmens. Gesammelt wird seit 1975 zeitgenössische Kunst aus der Schweiz. Der Sammlungskurator Dr. Roman Kurzmeyer führt uns durch die Sammlung Ricola und zeigt uns anschliessend das Kräuterzentrum, in dem Ricola Kräuter gelagert und verarbeitet werden. Das Kräuterzentrum ist ein Lehmbau, der von Herzog & de Meuron entworfen und im vergangenen Jahr fertiggestellt wurde. 

Dr. Jacqueline Burckhardt war von 2006 bis 2014 künstlerische Beraterin und Kuratorin für Site Specific Art bei Novartis AG in Basel. In ihrem Referat bietet sie uns einen Einblick in den Novartis Campus, seine Architektur und die dort entstandenen Kunstprojekte. Am Beispiel von einzelnen Kunstprojekten erläutert Dr. Jacqueline Burckhardt Entstehungsprozesse und Überlegungen zu ortsspezifisch erstellten Kunstwerken.

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Fotostiftung Schweiz, Winterthur

Fotostiftung Schweiz, Winterthur

07. Mai 2015

Fotokunst in Sammlungen - Umgang mit dem Medium Fotografie

Besuch der Fotostiftung Schweiz, Winterthur
Dritte Mitgliederversammlung

Wir alle haben Fotografien in unseren Kunstsammlungen und sind mit unterschiedlichen Problemen konfrontiert, die diese Werke mit sich bringen. Die Fotostiftung Schweiz in Winterthur praktiziert seit mehr als vierzig Jahren den professioneller Umgang mit Fotografie. 

Herr Dr. Martin Gasser, Kurator und Konservator der Fotostiftung, präsentiert in seinem Referat die Sammlungsgeschichte der Fotostiftung Schweiz, deren Sammlungsstrategie und die verschiedenen Techniken der zeitgenössischen Fotografie. 

Christine Keller, Restauratorin bei der Schweizerischen Nationalbibliothek, orientiert uns anschliessend über den fachgerechten Umgang mit zeitgenössischer Fotokunst. 

Zwei Führungen runden die Tagung ab: Sabine Münzenmaier führt uns hinter die Kulissen der Fotostiftung und Astrid Näff bietet einen Einblick in die drei aktuellen Ausstellungen im Zentrum für Fotografie. 

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Alain Huck - Le salon I, 2006 , Fusain sur papier, 140 x 213 cm, Acquisition 2007,  Collection d'art de la Banque Cantonale Vaudoise, © Georg Rehsteiner

Alain Huck - Le salon I, 2006 , Fusain sur papier, 140 x 213 cm, Acquisition 2007, Collection d'art de la Banque Cantonale Vaudoise, © Georg Rehsteiner

18. September 2014

Macht der Kunstsammler den Künstler?

Die Verantwortung der Kunstsammlungen gegenüber der Kunstproduktion
Besuch der Sammlung der Banque Cantonale Vaudoise, Lutry

Présentation de la Collection d’art de la Banque Cantonale Vaudoise 
Unsere erste Tagung in der Romandie war ein voller Erfolg. Im wunderbaren Ambiente des Château de Montagny in Lutry, wo wir bei der BCV zu Gast waren, führte uns deren Kunstberaterin Cathrine Othenin-Girard durch den dort ausgestellten Teil dieser respektablen waadtländer Kunstsammlung, die mit besten Werken der regionalen Gegenwartskunst bestückt ist.

Présentation du Fonds des arts plastiques de la Ville de Lausanne 
Béatrice Béguin, Leiterin der städtischen Kunstsammlung (fond des arts platstiques de la ville de Lausanne) erläuterte ihr eindrückliches Vorgehen, wie sie die Sammlung professionell aufarbeitet und dazu auch eine Zusammenarbeit mit der Universität Lausanne initiiert hat. Die Studierenden leisten Forschungsarbeit in Zusammenhang mit der Kunstsammlung, die zur Klärung mancher offener Fragen beiträgt. 2017 ist ein grosses Kolloquium über dieses Projekt an der Universität geplant.

Diese beiden Positionen vertraten die beiden Pole von KIK//CCI: den der privaten und der öffentlichen institutionellen Sammlungen.

Le Collectionneur façonne-t-il l’artiste contemporain?
Christian Bernard (Gründer und Direktor des Musée d’art moderne et contemporain MAMCO, Genf) gab in einem Referat zum vorgegebenen Titel: Macht der Sammler den Künstler? eine differenzierte und nicht weniger provokative Antwort: Nicht der Sammler – wir sprechen vom Megasammler im globalen Kunstmarkt – macht den Künstler. Denn es gibt weder den Künstler, noch den Sammler. Doch es gibt wirtschaftliche Interessen, die beide Seiten auszunutzen wissen. Es sind also primär mediale und finanzielle Interessen, welche den Kunstmarkt steuern und die entsprechenden Produkte entstehen lassen. Während in der Renaissance, wo die bürgerlichen Mäzene ebenfalls die Kunst als Mittel zur Selbstdarstellung verwandten, die Bildfindungskonzepte sowie inhaltliche und technische Fragen verhandelt wurden, so steht heute der mediale Erfolg, der sich mit einem Kunstwerk erzielen lässt und danach die entsprechende Vermarktung, im Fokus des Auftraggebers. So wichtig und potent Künstler und Sammler sich heute medial zu positionieren verstehen – allein die Geschichte wird ihnen ihre tatsächliche Bedeutung zuweisen. Und es besteht das Risiko, dass das Urteil gnadenlos ausfallen könnte.

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Zweite Mitgliederversammlung KIK//CCI in einem Konferenzraum der Schweizerischen Nationalbank, Bern

Zweite Mitgliederversammlung KIK//CCI in einem Konferenzraum der Schweizerischen Nationalbank, Bern

05. Juni 2014

Corporate Social Responsibility

Ein neuer Weg im Kunstengagement oder PR-Instrument?
Besuch der Sammlung Mobiliar, Bern
Zweite Mitgliederversammlung KIK//CCI

Unter Corporate Social Responsibility (unternehmerische Gesellschaftsverantwortung) versteht man heute ein ganzheitliches, alle Nachhaltigkeitsdimensionen integrierendes Unternehmenskonzept. Möglichst alle sozialen, ökologischen und ökonomischen Beiträge eines Unternehmens sollen freiwillig über die blosse Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen hinausgehen. Die Mobiliar will unter der Leitung von Dorothea Strauss den Bereich «Corporate Social Responsibility» aufbauen, um diese gesellschaftliche und kulturelle Verantwortung in Zukunft wahrnehmen zu können. Das Kunstengagement der Mobiliar und der Prix Mobilière werden deshalb neu positioniert. Ziel ist, die Innovationskraft künstlerischer und kultureller Strategien für die Entwicklung nachhaltiger ökologischer und gesellschaftlicher Prozesse zu nutzen. Gemäss Dorothea Strauss, kann Kunst in der Wirtschaft als Treiberkraft funktionieren. Die künstlerische Innovationskraft soll dabei für die Entwicklung nachhaltiger Strategien genutzt werden, wie sie im Zusammenhang mit ihrer ersten Ausstellung «Fahrhabe – und die Mythen des Alltags» im Hauptsitz der Mobiliar erklärt hat. 

Was unterscheidet das Engagement der Mobliar von unserer Tätigkeit als Verantwortliche von staatlichen Kunstsammlungen? Wird Kunst tatsächlich als Treiber genutzt oder doch nicht eher benutzt? Wir erhalten Einsichten in das Konzept der Mobiliar und besichtigen die Kunstsammlung der Mobiliar zusammen mit Dorothea Strauss und diskutieren über den neuen Ansatz.

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Die Wandmalerei von Hans Affeltranger wird versetzt, Anton-Graff-Haus Winterthur, 2011

Die Wandmalerei von Hans Affeltranger wird versetzt, Anton-Graff-Haus Winterthur, 2011

24. November 2013

Darf man Kunst entsorgen? Zwischen Ethik und Praxis

Berufsbildungsschule Winterthur (BBW), Anton Graff-Haus

Dr. Benno Widmer, ICOM Ethikkommission, Leiter Fachstelle Kulturgütertransfer des Bundes breitet juristisch-ethische Fragestellungen aus (Abklärung Eigentümerschaft, privatrechtliche Auflagen, urheberrechtliche Schutz) und folgert, dass die Verantwortung zur Aussonderung von Kunst dieselbe Verantwortungsqualität haben muss wie jene des Ankaufs. Zudem soll der Ertrag aus Verkäufen im Kunstkreislauf bleiben und für Neuerwerbungen genutzt werden.

Dr. Roger Fayet, Präsident ICOM Schweiz, Direktor SIK, Zürich, ortet eine Differenz zwischen Museen als „Rettungsanstalt“ von Kulturgütern und im Gegensatz dazu institutionellen Kunstsammlungen, die eine andere Ausrichtung haben. Denn institutionelle Sammlungen haben in der Regel weder einen Bewahrungs- noch einen Forschungsauftrag. Entsorgung bei betrieblichen Sammlungen ist bisweilen durchaus sinnvoll, um die Qualität einer Sammlung zu stabilisieren. Die Entsorgung muss aber verantwortungsvoll und professionell angegangen werden. Wichtig ist auch die Dokumentation vor der Veräusserung.

Tanja Scartazzini, Fachprojektleitung Kunst am Bau Baudirektion Kanton Zürich, führt an einem praktischen Beispiel im Anton Graff-Haus aus, was es heissen kann, ein Kunst und Bau-Werk, das von den planenden Behörden aus nicht als zu schützendes Kulturgut wahrgenommen wird, durch alle Widerstände hindurch zu erhalten und nun zur Freude der Hausbenutzer erhalten zu haben. Im Kanton Zürich fehlen Richtlinien und Regelungen zur Zerstörung von festinstallierten Kunstwerken. Generell sollte bei einem Ankauf auch gleich geregelt werden, wie zu verfahren ist, wenn sich die Umstände ändern und das Werk abgebaut werden muss.

Dr. Nicole Kurmann, Bereichsleiterin Kultur der Stadt Winterthur, zeigt auf einem Stadtrundgang zahlreiche Kunst und Bau Projekte und erörtert diverse Aspekte von Kunst im öffentlichen Stadtraum. 

Weiterführende Texte zur Entsorgungs-Thematik:
Roger Fayet, Gesinnung oder Verantwortung – Abgabe von Sammlungsgut als ethisches Problem, ICOM-Jahrbuch 2011

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Installation von Beat Zoderer, Bank Julius Bär, Altstetten (ZH)

Installation von Beat Zoderer, Bank Julius Bär, Altstetten (ZH)

23. Mai 2013

Besuch der Sammlung der Bank Julius Bär, Altstetten (ZH)

Erste Mitgliederversammlung KIK//CCI

Führung durch die Sammlung der Bank Julius Bär mit Kurator Christian Zingg 

Das Bekenntnis zu bildender Kunst wurde von den Gründerfamilien aktiv vorgelebt und es gibt der Bank diesbezüglich auch heute noch eine entsprechende Glaubwürdigkeit. Die Sammlung der Bank Julius Bär beeindruckt durch die Qualität der künstlerischen Positionen. Durch die Übernahme anderer Banken ist auch die Kunstsammlung gewachsen, wobei die verschiedenen Sammlungskulturen der Firmen nicht immer einfach unter einen Hut zu bringen sind. Kuratorisch ist es denn auch eine spezielle Herausforderung, den Kunstbestand in den Niederlassungen, die über den ganzen Globus verteilt sind, sinnvoll zu gruppieren und zu platzieren. Besonders erfreulich ist das Wiedersehen mit den bunten Jean Tinguély-Requisiten, die früher dem Zürcher Café Münz sein unverwechselbares Gepräge gegeben hatten. Besonders eindrücklich ist die farbenfreudige Gesamtgestaltung des Restaurantbereichs durch Beat Zoderer und des Foyers durch Sämi Buri. 

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Bronzestatue „Eva“ von Carl Albert Angst (1875-1965), Bundesamt für Kultur, Bern

Bronzestatue „Eva“ von Carl Albert Angst (1875-1965), Bundesamt für Kultur, Bern

15. November 2012

Gründungsversammlung des Vereins KIK//CCI im Bundesamt für Kultur, Bern

Führung durch das BAK mit Andreas Münch


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Aktivitäten IGöKUS 2009 – 2012
(IG öffentlicher Kunstsammlungen)

SIK-ISEA, Villa Bleuler, Zürich

SIK-ISEA, Villa Bleuler, Zürich

24. Mai 2012

Besuch des Schweizerischen Instituts für Kunstwissenschaft (SIK-ISEA), Zürich

Beschluss, einen Verein zu gründen

Roger Fayet und Matthias Oberli stellen in einem Kurzvortrag die unterschiedlichen Projekte von SIK-ISEA, insbesondere SIKART vor.

Führung durch verschiedene Abteilungen von SIK-ISEA mit Roger Fayet, Matthias Oberli und den Abteilungsleitern

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Giacomo Rogado, Flavio Paolucci, Michael Biberstein, Hauptsitz Nationale Suisse, Basel

Giacomo Rogado, Flavio Paolucci, Michael Biberstein, Hauptsitz Nationale Suisse, Basel

24. November 2011

Besuch der Sammlung der Nationale Suisse, Basel

Kunst und Versicherung

Roman Caflisch der ARTAS erörtert in einem Kurzvortrag die Modalitäten und Hintergründe einer Kunstversicherung. 

Andreas Karcher und Nathalie Loch präsentieren das Kunstengagement der Nationale Suisse und führen uns durch die Sammlung der National Suisse.

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Fischli/Weiss, Sophy Rickett, David Lamelas, Silvie Defraoui, Pipilotti Rist, Georges Schwizgebel, Patrick Tschudi, Paul Viaccoz, CHUV Service de Radio oncologie

Fischli/Weiss, Sophy Rickett, David Lamelas, Silvie Defraoui, Pipilotti Rist, Georges Schwizgebel, Patrick Tschudi, Paul Viaccoz, CHUV Service de Radio oncologie

07. April 2011

Besuch der Spitalsammlung des CHUV, Centre Hospitalier Universitaire Vaudois, Lausanne

Kunst im Spital

Denise Widler präsentiert ihre Masterarbeit an der Zürcher Hochschule der Künste mit dem Titel „Kunst im Spital – Luxus oder Selbstverständlichkeit“.

Die Architektin Karin Frei Bernasconi (Abteilung Kunst und Bau, Amt für Hochbauten der Stadt ZH) stellt das von ihr kuratierte Projekt “Kunststation Triemli 2010-2020“ vor.

Führung durch die Spitalsammlung des CHUV mit Caroline de Watteville: u.a. Besichtigung von diversen Kunstinterventionen im unterirdischen Operationsblock.

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11. November 2010

Besuch der Bundeskunstsammlung Bern

Juristischen Fragen im Zusammenhang mit Kunst am Bau

Tanja Scartazzini (Fachprojektleiterin Kunst am Bau bei der Baudirektion des Kantons ZH) und Nadine Haldmann (Kunstsammlung Zürcher Kantonalbank) beantworten juristische Fragen zu Haftungsfragen, Zertifizierungen von Kunstwerken, Unterhaltspflicht, Leihverträge und Versicherung im Zusammenhang mit Kunst-und-Bau-Projekten.

Führung durch die Bundeskunstsammlung mit Pierre-André Lienhard, ehem. Kurator der Bundeskunstsammlung

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25. März 2010

Besuch der Sammlung der Universität Basel

Gründung von internen Projektgruppen

Führung durch die Sammlung der Universität Basel mit Claudia Geissmann

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05. November 2009

Besuch des Kantonalen Hochbauamts, Zürich

Verfassung eines Steckbriefes der IGöKUS

Führung durch die Kunstsammlung des Kantons Zürich mit Kathrin Frauenfelder

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23. April 2009

Gründung der IGöKUS in der Hochschule der Künste in Bern

Führung durch das Kunstarchiv des Kantons Bern mit Dörte Doering

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